NEGURA BUNGET, AVENGER, DARK STORM ...

Datum:  28.08.2003
Ort:  Zu-Ga-Be, Wien
Bands:  Negura Bunget, Avenger, Dark Storm und Berserk

Als ich in Wien ankam war es noch Nachmittag, die Sonne schien und es war verdammt heiß. Bis zum Abend und zum Konzertanfang konnte man sich die Zeit irgendwie vertreiben, doch als es endlich so weit war und das Konzert beginnen sollte, war einmal warten angesagt, da die Bands Verspätung hatten... Also wartete ich vor der Zu-ga-be, denn fortgehen war zu riskant, wer weiß, ob nicht doch bald die erste Band beginnen würde.

Den Anfang machten dann endlich Berserk, von denen ich noch nie etwas musikalisches vernommen hatte, warum weiß ich selber nicht. Die Jungs schienen sehr gut aufeinander eingespielt zu sein, denn das Set war hart und solide, besonders der Sänger schrie sich die Seele aus dem Leib und entlockte seinem Leib recht krankhafte Vocals. Eine sehr gute Mischung aus verschiedenen Metal Stilen und auf jeden Fall hörenswert und sehenswert.

Als nächste Band waren Dark Storm dran. Nach einem etwas längerem Soundcheck und dem Schminken gings dann endlich los. Das Set war leider sehr kurz, aber da konnten die Burschen nichts dafür. Verstärkt durch Honza und Ramus von Avenger prügelten sie ihren satanischen Black Metal unters anwesende Volk. Auch eine Feuerspuck Einlage von Vlad und Devilish gabs zu sehen. Unangebracht und peinlich fand ich den "Satan, Satan" Sprechchor. Witzig hingegen, dass Vlad sich nicht abschminkte und mit Warpaint herumstiefelte, wie lange er das Zeug noch oben hatte, weiß ich nicht, da er nach dem Konzert irgendwie (im Auto) verloren ging.

Avenger waren gewohnt gut drauf und wussten auch mit dem Publikum umzugehen. Wie auch bei Dark Storm bemerkte man die enorme Spielfreude der Band und jene ist schon einmal eine gute Voraussetzung für einen guten Gig. Die Songauswahl erstreckte sich über ihr ganzes bisheriges Schaffen. Ihre Mischung aus Black und Death im mittleren Geschwindigkeitsbereich weiß immer wieder zu überzeugen und so ist es auch logisch, dass man Avenger nicht gern von der Bühne lässt.

Negura Bunget waren dann die letzte Band an diesem Abend, ich habe in zwei CDs von ihnen kurz reingehört, ich war also was die Musik von ihnen angeht nicht sehr bewandert. Negura Bunget mussten ohne ihren Sänger auftreten, da dieser keine Einreiserlaubnis erhielt, so übernahm der Gitarrist der Band die Vocals. Für diesen doch eher technisch ausgelegten Stil des Pagan Black Metals war der Sound zu undifferenziert, was es mir als Nicht Kenner ihres musikalischen Schaffens schwer machte, den Songs 100%ig zu folgen. Aber ein starker Gig allemal.


FAZIT:

Ein sehr gutes Metal Konzert, welches mir wieder einmal bewies, dass man kein arroganter, selbsternannter Szene-Guru sein muss um gute Musik zu machen und sich Musiker auch bereit erklären ganz normal mit einem zu reden... Kommt ja nicht immer vor.


PUNKTEBEWERTUNG:  8 von 10


Ztophl


Gelesen: 183x (seit 28.10.2012)


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