REBORN IN CHAOS

Datum:  14.02.2003
Ort:  Rockhouse, Salzburg
Bands:  Belphegor, Disastrous Murmur, Asmodeus, Perished und Christ Incest

Als ich um ca. 19:00 Uhr voller Erwartungen ins Salzburger Rockhaus ging, überfielen mich gleich ein paar bekannte, leicht angeheiterte Gesichter, wie ASMODEUS Sänger Desdemon und Helmuth von BELPHEGOR,
der sich freute nach langer Rockhaussperre mal wieder in dieser Location knüppeln zu dürfen.

Jetzt zur ersten Band CHRIST INCEST eine Salzburger Formation mit einer gelungenen Debuet CD "Dismembered Divinity" und einen wirklich passenden Bandnamen! Um halb acht, nach einigen Bieren, ertönten die ersten Töne und mir war nach zwei Minuten klar das ein jämmerlicher Sound durch das Rockhaus fegte, doch noch schlimmer war die Enttäuschung dieser Band. Die vier kurzhaarigen Typen mit kurzen Joggingshosen und miserablen Corpspaint, spielten förmlich gegeneinander und die Freaks schüttelten ihre Köpfe, doch nicht vor lauter Moshanfällen sondern vor Entsetzten und gingen fast scharenweise zur Bar hinaus. Ich hoffe es gibt nicht mehr solcher Leute die mit Black Metal, Aufmerksamkeit erregen wollen.

Endlich starteten Perished ihren Auftritt. Die fünf Salzburger faszinierten mit Technik und exakten Riffs. Eine echte Freude - nach diesen Lärm des Openers - hinzuhorchen! Eine Deathmetal Hoffnung der ersten Klasse. Leider war dieser Genuss nach ca. 20 Minuten wieder zuende und ich ging mal Backstage bis zum Beginn der Grazer Kulthorde ASMODEUS".

Dort traf ich den neuen Belphegor - Drummer mit dem ich gleich mal eine köpfte, einwenig über MOR DAGOR und andere interessante Themen plauderte. Da erklang auch schon Desmodans Stimme in meinen Ohren und ich eilte hinunter, drängte mich in der fast gefüllten Halle etwas vor und begutachtete eine meiner Österreichischen Lieblings Bands, merkte aber das trotz aller Bemühungen, der Sound nicht für diese Truppe geschaffen war! Sie spielten aber trotz einigen Problemen einen super Auftritt und begeisterten mit ihrem Aussehen und ihrem Können das ganze Rockhaus, denn das meiste was ich sah waren herumfliegende Haare!

Uhrzeit unbekannt, kamen die zuvor noch nie gesehenen DISASTROUS MURMUR, die mit einfachen aber zum Bangen anregenden Riffs alle überzeugten. Nach einigen genialen Songs und Zwischenkommentaren des Sängers als beim Gitarristen eine Saite riss und dieser plötzlich verschwand, "Des Liadl war zwoar nu wetergonga aber i woas net wo unser Gitarrist is" war die Stimmung Perfekt. Die meisten hatten die 1,5 Promille bereits überschritten und somit stand nichts mehr im Wege für die Headliner. Nach 40 Minuten war Schluss mit lustig, DISASTROUS MURMUR gingen, aber nachdem aus einigen Mäulern "Zugabe" erklang wurden noch mal zwei Songs drauf gehauen!

Nach dem Linecheck und der Soundprobe des Drumsets war jeder gespannt was dieser Drummer wirklich drauf hat, doch leider da war er wieder, dieser Scheiß Sound der Sigurd´s Gitarre verschwinden lies, auch Barth`s Bass war nur selten im Ohr! Doch der Schlagzeuger, den hörte man kräftig, doch leider spielte er viel zu schnell, und teilweise den anderen davon! Somit hörten sich Songs des "Blutsabbat - Album´s" grauenhaft an! Nach der hälfte dieses Gig´s verlies ich die Halle und ich muss sagen, BELPHEGOR habe ich schon viel besser gesehen!


FAZIT:

Im großen und ganzem war dieser Abend, bis auf ein paar Ausnahmen, eher zum Kontaktaustausch und zum Biervernichten da, dass man am Sprachverlust einiger Leute doch sehr eindeutig erkannte!


PUNKTEBEWERTUNG:  6 von 10


A.V.


Gelesen: 211x (seit 28.10.2012)


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