Tyranny - In Times Of Tyranny    TYRANNY
    In Times Of Tyranny

    Release:  2006
    Label:  Ewiges Eis Records
    Stil:  Black/Death/Thrash Metal
    Spieldauer:  17 Minuten, 47 Sekunden
    Punkte:  8 von 10
    Homepage:  www.myspace.com/truetyranny

    In der Datenbank seit:  12.08.2009 / 20:11:56
    Gelesen:  252x  (seit Datenbankeintrag)

Nun gut, besonders einfallsreich was den Bandnamen angeht ist dieses deutsche Trio ja nicht gerade, schwirren doch mindestens insgesamt fünf Bands mit derselben Bezeichnung durch den Datenkosmos, wobei der Truppe aus Dresden zugute gehalten werden muss, dass sie beileibe nicht die jüngste in diesem Reigen sind. Ein weiterer negativer Aspekt ist die Tatsache, dass sie nicht gerade zu den fleißigsten ihrer Zunft zählen, da die hier vorliegende EP der erste und einzige Kontakt mit der Außenwelt seit der Bandgründung im Jahr 1998 darstellt. Das war’s dann aber auch schon mit den Beanstandungen, denn "In Times Of Tyranny" ist wahrlich ein spannendes und abwechslungsreiches Werk.
Der Opener "Barbarossa" startet gleich mit einer deftigen Death Metal Schlagseite und sorgt dadurch für mächtigen Druck aus den Boxen. Eine kurze Groovepassage gibt Zeit zur Erholung, ehe das Schlagzeug erneut stark unter Beschuss genommen wird. Das letzte Drittel des Songs wird von ungewöhnlich ruhigen Akustikgitarren eingeleitet, ehe erneut das Gaspedal durchgedrückt wird. Der Bass als melodieangebendes Instrument steht dann eindeutig im Mittelpunkt der ersten Takte von "Ramses", ehe sich thrashige Momente in den Vordergrund spielen. Doch auch wenn die Band hier unter Beweis stellt, dass sie Fit an ihren Geräten ist, findet das Trio immer noch Zeit einige Blastattacken zu starten, die hervorragend ins Bild passen. Mit "1453 (Konstantinopel)" gibt es dann den ersten leicht angeschwärzten Track zu vernehmen, der überraschenderweise den Großteil über im Midtempo gehalten ist und erst lediglich gegen Ende hin für schnellere Drumsalven sorgt. Auch wenn das Stück vom Tempo her nicht sehr variiert gibt es doch genügend Wendungen im Spiel zu vernehmen, sodass Langeweile auch hier ein Fremdwort ist. Den größten Black Metal Anteil gibt es im abschießenden Lied "Stählerne Särge" zu vernehmen, wobei aber auch hier eher zurückhaltende zu Werke gegangen wird. Dennoch strahlt dieser Song eine interessante und dunkle Atmosphäre aus, und kann zudem mit guten Riffs punkten. Angepasst an die variable musikalische Darbietung wird auch der Gesang vorgetragen, der sich perfekt an jedes Stück anpasst.


FAZIT:

Hoffentlich dauert es nicht wieder so lange, bis ein Nachfolgealbum eingespielt wird, denn TYRANNY haben merklich Potential, das nicht im Proberaum verkümmern sollte. Schön wäre, wenn die unterschiedlichen Genres komprimierter in die Stücke einfließen könnten, und nicht auf die einzelnen Songs verteilt bleiben. Ansonsten – starkes Teil Jungs.


TRACKLISTE:

01 - Barbarossa
02 - Ramses
03 - 1453 (Konstantinopel)
04 - Stählerne Särge


LINE-UP:

Januar - Bass, Gesang
Ger - Schlagzeug, Gesang
Galiem - Gitarren


JÜRGEN WINTERHELLER

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