Drautran - Throne Of The Depths    DRAUTRAN
    Throne Of The Depths

    Release:  26.10.2007
    Label:  Lupus Lounge
    Stil:  Heathen Black Metal
    Spieldauer:  50 Minuten 41 Sekunden
    Punkte:  9 von 10
    Homepage:  www.drautran.com

    In der Datenbank seit:  31.10.2007 / 22:03:01
    Gelesen:  407x  (seit Datenbankeintrag)

Niemand glaubte mehr so richtig daran, über Monate hinweg wurde kein Lebenszeichen - und sei es auch nur ein Einzeiler - an die Außenwelt übermittelt, während sich hinter den Kulissen einiges abgespielt hat: Nebst einem Berg an Problemen im Studio sowie dem ein oder anderen Besatzungswechsel war sich die Band laut den bisher geführten und online gestellten Interviews nicht über ihre Zukunft sicher. Sieben Jahre hieß es, am nach wie vor hervorragenden Demo festzuhalten, nun kann sich (nachdem sich die Infos im Vorhinein ein wenig überschlagen haben) jeder am ersten Langeisen laben. Dass es mitunter absolut göttliche Ausmaße angenommen hat, dürfte angesichts des extrem langen Zeitraums zwischen diesen zwei Erscheinungen kein Wunder darstellen... andererseits ist man jedoch ziemlich erleichtert, dass sich Drautran ihrem Stil ohne irgendeinen Kompromiss treu geblieben sind.
Ein anfangs ruhig erscheinender Sog zieht den Hörer Stück für Stück in ihn hinein, wird zusehends schneller, brutaler und schonungsloser. Niederrumplendes Gewalze - welches zu einem Großteil aus Ideen zusammengebaut ist, das genauso gut dem Todesmetall-Sektor hätte entspringen können - vereint sich mit einem mächtig brodelndem und dunklen Gesamtklang als auch unbeschreiblichen Kraft, mit der die Songs nach vorne gepeitscht werden. Drautran sind keineswegs nur spielfreudig, sie sind spielsüchtig; wie Berserker wüten sie durch die Weltgeschichte, als gäbe es kein Morgen mehr. Mit was für enorm dynamischen, schwindelerregend perfektionierten Arrangements da hantiert wird, wie großartig alles ineinander übergeht! Selbst das Tastenbrett setzt ausschließlich nur dort Akzente, wo es millimetergenau passt, aber diese Vorgehensweise kannten wir ja schon vom Demo. Auf die einzelnen Songs einzugehen, wäre genauso sinnlos wie zeitverschwendend, da einfach das Gesamtpaket stimmt: Vom ungezähmten, rohen Charakter der Hauptteile über die atmosphärisch verdammt dichten Akustik-Momente bis hin zur selten schönen Linienführung mancher Songs ließe sich diese Liste noch beliebig weiterverlängern, doch überlasse ich es jedem einzelnen, sich von "Throne of the Depths" wahrhaftig erschlagen zu haben - auch, weil die teils überwältigend ins Dramatische umschlagende Musik selbst so viel mehr hergibt, als dass man hier aufzählen und ausführen könnte. Etwaige Vergleiche zu "Vorzeige"-Kapellen erspare ich mir zum Schluss aus Respekt vor dem, was da binnen mehr als einem halben Jahrzehnt geschaffen wurde.


FAZIT:

Epische Schönheit hat im Black Metal nun einen (weiteren) Namen: "Throne of the Depths".


TRACKLISTE:

01 - Zum Haff Hinaus…
02 - Blót - Lohen Der Opferung
03 - An Den Pforten Des Sturmes
04 - Gebaren Des Sterbens In Klanglosen Sphären
05 - Sævar Niðr
06 - Styrt Ned I Mælstraumen
07 - Dusk Of The Fimbulwinter
08 - Hehre Runen In Dämmer Und Eis
09 - Gen Niflheim


LINE-UP:

Blutaar - Vocals
Winter - Guitars, Keyboards
Arn - Guitars
Finnskald - Bass
Orloc - Drums


AMIKKUS

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