Darkthrone - Ravishing Grimness    DARKTHRONE
    Ravishing Grimness

    Release:  1999
    Label:  Moonfog
    Stil:  Old School - Black Metal
    Spieldauer:  37 Minuten, 38 Sekunden
    Punkte:  6 von 10
    Homepage:  www.darkthrone.no

    In der Datenbank seit:  26.08.2004 / 03:21:39
    Gelesen:  646x  (seit 01.09.2004)

DARKTHRONE warfen 1999, nach einer für die Band unüblich langen Pause, folgend auf "Goatlord" das "Ravishing Grimness" Album auf den Markt. Geboten wird, wie könnte es anders sein, ausschließlich True Norwegian Black Metal Art, wobei sofort auffällt, dass die "Trueness" rein förmlich ein leicht verändertes Gesicht erhält. Die sonst so typischen One-Foot Blastbeats sind beinahe komplett verschwunden, dieses unmittelbare hasserfüllte Riffing vermischt sich zunehmend mit langsameren - das Wort "ruhig" wäre dennoch fehl am Platz - und stimmungsvolleren Parts, welche sowohl mehr von abgeklärter Härte zeugen, als auch die Tracks selbst interessanter machen. Weiters positiv anzumerken ist der Sound, der nicht so kratzig und ziellos wie früher, sondern höllisch fett und einer riesigen Wand gleich ins Ohr des Hörers dringt. Dies liegt beinahe nur an den Gitarren, die Drums und der Bass sind recht dumpf gewählt, was bewirkt, dass sie schlichtweg der rhythmischen Untermalung dienen, an die sich ebenfalls der Gesang gut anlehnen kann. Die Texte sind wieder primitiv und simpel im Aufbau, jedoch tiefgründig und unterschiedlich deutbar in der Aussage, eine philosophierfreudige Person hat mit dem Textbooklet sicherlich ihre Freude, zumal Fog und Aldrahn (Dodheimsgard) mit "Lifeless" auch etwas für die Lyrics beigesteuert haben. Ich muss ehrlich zugeben, meine eher gute Meinung über Darkthrones Musik wurde durch das erste Mal Reinhören in jenes Album regelrecht minimiert, die Bezeichnung "billige Aneinanderreihung irgendwelcher Riffs und Powerchords mit Geräusper dazu" kam am nächsten, doch nach mehreren Durchgängen versteht auch ein Blackmetal Neuling diesen eigenwilligen Stil und lernt ihn zu lieben. Zugegeben, 50 % dieser Scheibe sind für keinen Metaller überlebenswichtiges Gut, doch in den anderen 50 % steckt viel mehr, als man erwartet. "The Claws Of Time" glänzt als herausragenste Nummer durch eine unverwechselbare Melodie und atmosphärischen ultra-geilen Machtriffs, ebenso wie der Titeltrack "Ravishing Grimness", welchen man einfach kennen MUSS - meine persönliche Meinung - allein schon wegen Triumphmelodien und -Akkorden, die im Blackmetal Bereich sehr rar geworden sind, sogar im Mutterland Norwegen...


FAZIT:

Wie gesagt meine Überzeugung spaltet sich hier ein wenig, Fenriz' Idee auf dem musiktechnisch primitivsten Level überhaupt zu bleiben kann ich kaum befürworten, und auch wenn einige Teile tatsächlich absolut beeindruckend erscheinen ist es doch ein gesamtes Album, das als solches bewertet werden muss. Daher nur 6 Punkte...


TRACKLISTE:

01 - Lifeless
02 - The Beast
03 - The Claws Of Time
04 - Across The Vacuum
05 - Ravishing Grimness
06 - To The Death (Under The King)


LINE-UP:

Nocturno Culto - Blackheart Strings, Voices
Fenriz - Necropounding


ESD

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