Mit „Masquerade“ legen Dark Plaque aus Frankreich den Nachfolger ihrer 2024-er Scheibe „The Threshold of Death“ vor. Der Opener „Social Sickness“ pendelt zwischen stampfenden Midtempo und Raserei, Session-Drummer Kevin Paradis hämmert einmal mehr präzise wie ein Schweizer Uhrwerk auf sein Arbeitsgerät ein, während Gitarrist Lord Of Misery die Melodien aus dem Ärmel schüttelt. Der kehlige Gesang von Vokalist Daimon dürfte die Meinungen etwas spalten, ich persönlich würde mir bei der Gesangsdarbietung etwas mehr Abwechslung wünschen. Das melodisch-atmosphärisch beginnende „Overwhelmed” stellt für mich aufgrund seiner starken Gitarrenarbeit und dem im Vergleich zu den anderen Stücken variableren Songwriting einen Highlight des Albums dar. Mit „Make War Great Again” geben die Franzosen einen Kommentar zur weltpolitischen Lage ab, musikalisch beginnt das Album jedoch etwas eindimensional zu werden. Wie auch schon auf dem Vorgänger kann die instrumentale Darbietung technisch wieder vollauf überzeugen, mit zunehmender Spielzeit klingen die zumeist im hohen Tempobereich dahinpreschenden Stücke jedoch immer ähnlicher.
Nummern wie „Modern Lament“ oder „Power Of Desire“ bieten definitiv starken Black Metal und sind für sich genommen wirklich gute Songs, im Albumkontext ähneln sie sich aus meiner Sicht jedoch ein wenig zu sehr. Dadurch lässt „Masquerade“ auf Albumlänge etwas die Abwechslung vermissen, was sich wohl schon durch etwas variableren Gesang verhindern ließe. Am stärksten sind die Jungs definitiv, wenn sie ein wenig das Tempo herausnehmen und etwas atmosphärischer zu Werke gehen wie bei „Useless“.
FAZIT:
Wie schon auf dem Vorgängeralbum bieten Dark Plaque auch auf „Masquerade“ wieder soliden bis wirklich guten Black Metal, dem es jedoch auf Albumlänge nach wie vor ein wenig an Abwechslung mangelt.
TRACKLISTE:
01 - Social Sickness
02 - Overwhelmed
03 - Make War Great Again
04 - Bitter Leather & Sweet Pain
05 - Modern Lament
06 - Insidious Plaque Of Mind
07 - Power Of Desire
08 - Useless
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LINE-UP:
Daimon - Vocals
Infestus - Bass
Lord Of Misery - Guitar
Kevin Paradis - Drums
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MICHAEL D.
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