Nach dem sinfonischen Keyboardintro bleiben die Keys bei „Naturaleza &Oscuridad“, welches zwischen Doom und atmosphärischem Black Metal angesiedelt ist, stark im Vordergrund und prägen den Sound von Aesthete. Die Gitarren kreieren eine dichte Atmosphäre, während das Keyboard melodieführend ist. Ruhige Passagen mit geflüsterten Vocals sorgen für ein mystisches Moment. „Embracing the Magic of Solitude” bewegt sich ebenfalls überwiegend im Midtempo und entführt den Hörer in eine dunkle Klanglandschaft. „Echoes of the Night Forest” zieht das Tempo zeitweise etwas mehr an, was der Musik eine frostig-flirrende Atmosphäre verleiht, wie wir sie aus Norwegen der Neunziger Jahre und Alben wie „In The Nightside Eclipse“ kennen. Gerade in den schnellen Passagen klingt das Schlagzeug etwas unnatürlich (Drumcomputer?), was einen leichten Kritikpunkt an dem ansonsten durchaus starken Songmaterial darstellt. „El Bosque Donde Mueren los Demonios“, das mit fast 13 Minuten längste Stück der Scheibe beginnt mit an Burzums „Rundgang um die transzendentale Säule der Singularität“ erinnernden Ambient-Klängen, bevor es sich in weiterer Folge zu einer atmosphärischen Black Metal-Nummer entwickelt. Trotz seiner Länge ist das Stück mit seinen Tempowechseln und atmosphärischen Zwischenspielen sehr abwechslungsreich ausgefallen und definitiv einer der Highlights der Scheibe. FAZIT: Das Soloprojekt Aesthete aus dem auf der Metal-Landkarte etwas exotischen El Salvador bietet auf „A Ritual For Demons Lost In The Forest“ atmosphärischen, sinfonisch angehauchten Black Metal, dem eine melancholische und mystisch angehauchte Atmosphäre innewohnt.
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