DATUM: 30.03.2002
ORT: Planet
Music / Wien
BANDS: Siebenbürgen,
Eisregen, Hollenthon, Vargsriket und Ravenhorst
... und wieder
mal war es Zeit für einen Trip in Planet Music, um sich von drei
österreichischen-,
einer deutschen-, und einer schwedischen Band die Ohren durchputzen
zu lassen!
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Den
Anfang machten eh wie immer meine Freunde von RAVENHORST und
alles
was ich
zu ihrem Gig sagen kann ist: Oh mein Gott (Satan) ... manchmal
mag
ich es selber
nicht glauben, aber wenn man bedenkt, dass es die Band wo das
Durchschnittsalter
bei 19 Jahren liegt- erst seit ca. einem Jahr gibt, dann wundert
mich deren
gewaltiges nachvorpreschen schon gewaltig! Präzise wie
das von eines Chirurgen
Hand geführte Skalpell schneiden sich die Riffs in die
Hirnrinde ... einfach perfekt!
Auch der Sound stimmte diesmal ausgezeichnet, die Drums böllerten
schön druckvoll
aus den Boxen und überhaupt erschien mir diesmal alles
lebendiger, denn RAVENHORST
haben auch gewaltig an ihrer Bühnenaktivität gearbeitet
und so gab es
Axtduelle sowie Gebange ohne Ende! Beide Daumen steil nach oben
für diese klasse
Band!!!
Gleiches
gilt eigentlich für die darauffolgende Wiener Vernichtungsmaschine
VARGSRIKET
zu denen mir ein Kommentar von Abbath einfällt, das dieser
mal bei einem
Video ("666-At calling Death!") abgegeben hat: "Corpspaint,
Warpaint,
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Spikes and Leather!" Das eigentlich
genügt, um den Look des infernalen Trios zu umschreiben! Musikalisch
sowie Soundmäßig war alles im dunkelgrünen Bereich,
vor allem fand ich diese eine Mid Tempo-Nummer sehr geil! Bleibt mir
nur noch zu sagen, dass man VARGSRIKET unbedingt einmal gesehen haben
muss, Hail Satan!!!
Sehr gespannt war ich, wie HOLLENTHON
ihre komplexen Songs on Stage präsentieren würden, da sie
das selbe Problem wie die Symphonic Epic Hollywood Metaller von RHAPSODY
haben ... nämlich das Problem, ihre orchestralen Parts nicht
durch richtige Musiker in die Tat umsetzen zu können! Dementsprechend
kam alles
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vom
Band, was aber hier kein Kritikpunkt sein soll. Viel lieber
sage ich hier, dass die Musik
von HOLLENTHON einfach fasziniert, ja fast hypnotisiert ...
wer ihre beiden Scheiben
noch nicht besitzt, dem empfehle ich sie jetzt, den es sind
wirklich kleine Meisterwerke!
Gekonnt setzten die Wiener ihre Songs auf der Bühne um
und das mittlerweile
wieder mal viel zu volle Planet Music sang und bangte mit ...
einfach einmalig!
Hoffentlich wird man HOLLENTHON noch öfter auf Tour sehen!!!
Dann war
es endlich soweit, die Thüringer EISREGEN betraten die
Bühne und hatten einige
unterhaltsame Utensilien mitgebracht ... die obligatorische
Flagge ihres Bundeslandes
und brennende Fackeln, die in Schädeln steckten! Perfekt
dachte ich mir,
das Bühnenbild war ja schon mal ganz ansprechend ... aber
musikalisch enttäuschten
EISREGEN ein wenig, was nicht nur am Sound lag, auch die Setlist
hätte
ich mir anderes vorgestellt! Kein einziger Song des Zyklus Farbenfinsternis
wurde gespielt,
dafür aber meiner Meinung nach nur bedingt live taugliche
Songs
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wie "Thüringen" oder
"Ein Jahr im Leben des Todes" ... aber genug gemeckert,
es gab ja auch lustige Metzelsongs ala "Krebskolonie", "Meine
tote russische Freundin", "Des Heilands Haut", "Futter
für die Schweine" und die Kultballade "Scharlachrotes
Kleid"! Alles in allem trotzdem ein passabler Gig, an den mein
Genick sich heute noch erinnert!
Die Elchtöter namens SIEBENBÜRGEN
wollte und konnte ich dann nicht mehr sehen, da wir mit dem letzten
Zug heimwärts fahren mussten! Sie sollen aber ziemlich schlecht
gewesen sein ... naja, Hauptsache der Gothic-Connection hat's gefallen!
FAZIT:
Und wieder einmal hat man gesehen, dass
die Österreichische Szene ordentlich Arsch
treten kann ... Eisregen dagegen sollten etwas an ihren Live-Aktivitäten
arbeiten!
PUNKTEBEWERTUNG: 8 von
10
THE EXECUTIONER
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