DATUM: 05.04.2002
ORT: Arena
/ Wien
BANDS: Immortal,
Hypocrisy, Catastrophic, Vader, Disbelief, Malevolent Creation, Deströyer
666 & Obscenity
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Also
zum 6. Mal lud die Arena zum "No Mercy", und wie jedes
Jahr mit einem echten Hammerpackage.
Den Anfang machten CATASTROPHIC, die meiner Meinung nach ihrem
Namen alle Ehre machten, denn ihre Show war eine echte Katastrophe.
Dies war allerdings nicht schuld der
Band, sondern scheinbar funktionierte der Gitarrenamp
nicht so wie er sollte, und auch von der Bassdrum war nichts
zu hören (Der linke Trigger schien
mir irgendwie defekt zu sein - Anm. ESD). Gut also machen wir
der Band keinen Vorwurf, die tat nämlich ihr möglichstes
um den Gig noch irgendwie zu retten.
Vergebens. Nach einer kurzen Umbauphase enterten OBSCENITY
die Bühne, die Herren konnten mich mit ihrem schnellen
+ brutalen Deathmetal echt überzeugen.
Schnell, hart und brutal... so wie es sein soll (Der Drummer
war übrigens eine Augenweide! Noch schneller zu blasten
dürfte wohl
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nurmehr auf die
letzten Zuckungen vor dem Tode zurückzuführen sein. Wahnsinn!!
- Anm. ESD). Malevolent Creation versäumte ich leider komplett,
da es wieder mal eine Band lang dauerte an ein Bier zu kommen (ich
erinnere mich da noch dunkel ans Antichristmas, wo's noch länger
dauerte...). Ich erlaube mir hierbei meinem Kollegen etwas unter die
Arme zu greifen, MALEVOLENT CREATION waren genaugenommen die erste
Band, die das Publikum so richtig aufweckte. Präzise und schön
progressiv präsentierten die Amerikaner sowohl Stücke ihres
neuen Albums, als auch Klassiker wie z.B. "Manic Demise".
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Als nächstes
waren DESTRÖYER 666 an der Reihe, und was soll ich noch
sagen? Eindeutig
eine der besten Bands des Abends. Brutaler Death/Thrash der
Extraklasse.
Trotz anfänglicher Sound- u. Gitarrenprobleme verstanden
es die Australier
ihre doch melodischen Tracks hirnzerschmetternd rüberzubringen.
Für
die beste
Stimmung sorgte gegen Ende einer ihrer energiereichsten Songs,
nämlich "The
Eternal Glory Of War". Die Menge war bereits heftigst aufgewärmt
und so mancher
Nackenmuskel meldete sich zu Wort! Hierauf folgten DISBELIEF,
die ich wieder
aufgrund meiner ch-so-trockenen Kehle versäumte... Doch
nachdem, was ich
so an der Bar mitbekam, habe ich nicht allzuviel versäumt
(Würde ich persönlich auch
meinen. Das Publikum erschien mir zwar durchaus begeistert,
doch konnten
sie meinen
Musikgeschmack mit ihrem eher langsamen, teils sogar regressiven
Deathmetal
überhaupt nicht befriedigen. - Anm. ESD).
Dann war's
wieder mal Zeit für VADER. Keine Ahnung wie oft ich die
Jungs schon gesehen
habe, und trotzdem bringen sie die Halle immer wieder zum kochen.
Ein riesen
Moshpit machte sich vor der Bühne breit und laute VADER
- VADER - VADER rufe
gingen durch die Halle. Die Band scheint echt auf der Bühne
zu Leben, und dürfte
sich nur dort so richtig wohl fühlen. Ich bin auf jeden
Fall schon auf ihr
neues Album,
welches im Herbst erscheint, gespannt.
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Nach einer sehr langen Umbaupause + erneutem
Soundcheck für die zweite Backline enterten endlich HYPOCRISY
die Bühne. Es war dies das erste Mal überhaupt, dass ich
die Jungs um Peter Tägtgren live bewundern durfte, und ich muss
leider sagen, sie haben mich doch ein bisschen enttäuscht. Der
Sound war eine Spur schlechter als bei Vader zuvor, doch sollte dies
der einzige Grund für ihr teils mangelhaftes Überzeugen
gewesen sein?? Zumindest von körperlichem und musikalischem Einsatz
und der Bühnenshow her lässt sich ihnen kein Pünktchen
abziehen, denn all dies war vollkommen perfekt. Selbst wenn dem Zuschauer
jener Stil nicht entgegenkommt, kann er doch nicht anders als zumindest
mitzuwippen. Fazit für Hypocrisy: Eigentlich ein gelungener Gig
bei dem schlichtweg nur das letzte Quäntchen vom gewissen Etwas
gefehlt hat!
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Aufgrund
schlimmster Kopf- u. Rückenschmerzen zogen ich und die Jungs
von Ravenhorst es vor, zwischen den Headlinern
noch eine kleine Pause im Auto einzulegen,
um dann beinahe rechtzeitig zu IMMORTAL wieder in der menschengefüllten
Arena-Halle zu sein. Auch diese Blackmetal Veteranen sah ich an
diesem Abend das erste Mal, und nach meinem
(sehr) kurzen Gespräch mit Drummer Horgh
gegen Beginn des Gigs ("We're pretty tired today...")
konnte ich den ersten direkten Augenkontakt
zu Immortal in totaler Pose kaum noch erwarten. Aber... von Müdigkeit
KEINE Spur!! Selbst ihr Aushilfebassist von Hypocrisy bangte bis
zum Geht-nicht-mehr, obwohl er davor schon
eine Stunde auf der Bühne herumgelaufen war.
Immortal glänzten mit einigen Tracks ihrer neuesten Alben
"Damned In Black" und "Sons
Of Northern Darkness", spielten jedoch relativ wenige Nummern
aus den Jahren davor, mit Ausnahme von
z.B. "Solarfall" oder dem absoluten Klassiker "Blashyrk
- Mighty Ravendark" als Zugabe. Unser eitler Master Abbath
war in Hochform, poste und rotierte wie
ein aggressiver Troll, und bestätigte wieder |
einmal, dass er im Blackmetal den
Thron der Sänger innehat. Fazit für Immortal: Danke Burschen,
ihr habt jeglichen Schmerz aus mir vertrieben und mir mit eurem Elite-Blackmetal
(welcher übrigens annähernd in CD-Qualität dargeboten
wurde!) eine riesige Freude bereitet!
FAZIT:
Zusammenfassend für das NO MERCY
FESTIVAL 2002 könnte man sagen: Wie schon eingangs erläutert,
hat
es Alex Wank wiedermal geschafft, ein absolutes Killerpackage nach
Wien zu holen, welches aufgrund des (im Vergleich zum Antichristmas
2001) etwas gemäßigteren Besucherandrangs und des großteils
besseren Sounds unheimlich Spaß gemacht hat! Bleibt nurmehr
zu sagen: Bis zum nächsten Mal!
PUNKTEBEWERTUNG: 8,5 von
10
SHADOWSTORM & ESD
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2002 bei LEXI
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